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Archive for the ‘mein Beruf’ Category

Es ist eigentlich jedem bekannt, dass die körperliche Leistungsfähigkeit bei jedem mal ein Ende hat. Nun habe ich schon bei mehreren Kollegen, egal, ob selbständig oder nicht, erlebt, dass sich ein Zusammenbruch anbahnte und bei allen auch zum selben führte. Da ich auch schon einmal durch Beobachtung von betroffenen Personen und auch aus eigener Erfahrung kenne, wie sich die ersten Anzeichen entwickeln, mehr oder weniger stark ausprägen und zum Negativ-Erfolg führen oder man gerade noch, wie in meinem Fall, die Kurve kriegt und anfängt, ernsthaft über gewisse Änderungen des eigenen Lebensstils nachzudenken. Damals bin ich bis zu 60 Stunden malochen gegangen – die Büroarbeit nicht mitgerechnet. Man hat kaum noch Zeit zur Regeneration, Folgen (um nur einige zu nennen): (mehr …)

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Immer häufiger hört man von Patienten die Frage, was denn Osteopathie sei – sie haben von Kollegen oder Bekannten davon gehört. Könnte das ihnen auch helfen? Oder es kam schon vor, daß sie mit der Kollegin sprechen wollen, die hier Osteopathie macht. Und jedes Mal frage ich die Patienten, was sie sich denn davon versprechen. Bei den meisten kommt natürlich vor allem der Fakt, daß sie schon oft bei verschiedenen Ärzten waren, (mehr …)

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Gerade bekam ich einen Anruf, den ich im tiefsten Inneren schon befürchtet habe.. In den letzten Tagen hatte ich mindestens 3 Mal täglich den Telefonhörer in der Hand, um mich nach einem meiner letzten Hausbesuchspatienten zu erkundigen, der ins Krankenhaus mußte, ursprünglich aus recht banalen Gründen, die keine Rechtfertigung für die heutige Nachricht gegeben hätten. Ich hab es einfach nicht geschafft, die Nummer einzugeben, weil ich Angst vor dem hatte, was ich da erfahren könnte. Aber die Gattin dieses Patienten bat ihren Schwiegersohn, mich sofort zu informieren, was ich für eine tolle Geste halte – wäre ich selbst doch nicht in der Lage, in dieser Situation ausgerechnet an die Physiotherapeutin zu denken. Wie man sich denken kann, ist besagter Herr heut morgen entschlafen und ich bin sehr traurig darüber. Manche Patienten wachsen einem doch sehr ans Herz, wenn man sie über längere Zeit betreuen darf – so hoffnungslos ihr Zustand auch ist. Ich glaube, man lernt sich über die Zeit doch ein wenig kennen, man erlebt gute und schlechte Tage miteinander. Man kann auch einfach mal sagen: „Orrr, ich bin heut so gar nicht gut drauf – sehen Sie mir meine heutige Verschwiegenheit bitte nach..“ Es ist für mich einfach sehr schön, wenn ich Patienten habe, mit denen ich mal oberflächlichen Smalltalk halten kann an Tagen, an denen mir so viel anderer Kram durch den Kopf geht und man sich wirklich intensiv auf die Leute konzentrieren muß. An anderen Tagen, wenn man frei ist, gehört zur Therapie auch ne ordentliche politische Diskussion über die Mißstände dazu – was mir in letzter Zeit mit diesem Mann wirklich gefehlt hat. Menschen, die das Leben kennen, viel gearbeitet haben, anderen das arbeiten beigebracht haben undundund.. Ich finde gerade keine großen Worte für das, was ich eigentlich alles sagen möchte.. Auf jeden Fall sehe ich das als einen persönlichen Verlust – und mögen mir Kollegen hundertmal sagen, daß sowas an mir vorbeigehen sollte, aber ich habe nunmal tolle Patienten, zu denen ich eine gewisse persönliche Beziehung habe, auch ohne daß sie zu meinem direkten Privatleben gehören. Meine Tränen sind mit den Angehörigen.

Ich danke für die Herzlichkeit, die ich erfahren habe, für die tollen Gespräche und für die Zeit, die ich mit ihnen teilen durfte.

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen. Albert Schweitzer (1875-1965)

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Nachdem ich heut von einer Ohnmacht in die nächste fiel  aufgrund der vielen Geschenke von Kollegen und Patienten, möchte ich: allen, die sich in meine Hände begeben; allen, die freiwillig Zeit mit mir verbringen; allen, die mein dussliges Gealbere ertragen; allen, die hier (mehr …)

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Ja, ich bin heut in die Praxis gekommen, und meine Kollegin nahm mich beiseite.. „Ich muß Dir heut was sagen, aber nimms Dir nicht so zu Herzen. Herr K. war gestern hier und hat sich über Dich beschwert, bei der Behandlung Montag hast Du ihm ein paar blaue Flecke (2 oder 3 kleine) beschert – und das war ja schon nach der ersten Behandlung so. Er ist sogar extra 2mal gekommen, damit er mir die Flecken auch zeigen konnte. Ich hab mich in Deinem Namen mal entschuldigt. Hoffe, ich hab Dir den Tag damit jetzt nicht versaut.“ „Öhm.. Nein – warum solltest Du? Wegen ein paar blauer Flecken? Daß blaue Flecken gelegentlich auftreten können, hab ich ihm nach dem ersten Mal erklärt.“ Also ehrlich, ich bin ganz sicher nicht drauf aus, daß das passiert – und ich kann mir mit ruhigem Gewissen sagen, daß ich die Leute, bei denen das mal passiert ist, an meinen Fingern abzählen kann. Berufskollegen können mir das bestätigen – wobei ich auch Leute hatte, die schon nen komplett blauen Rücken woanders bekommen haben – wäre mir das passiert bei dem Herrn, hätte er mich wohl auf fahrlässige Tötung verklagt.. Fakt ist, daß ich niemandem eine Garantie geben kann, daß es nicht mal zu Einblutungen kommen kann – die einzige Möglichkeit, das zu verhindern, ist, nicht zu mir zu kommen. Was jetzt bedeutet, daß ich diesen Patienten wohl eh nicht mehr behandeln werde, weil wir beide nun voreingenommen zueinander stehen – er, da er mich belauert und verlangt, daß ich ihm „nichts“ tue (was ich nicht kann – zum knuddeln und streicheln bin ich nicht die richtige Anlaufadresse) – und ich kann nicht, weil ich weiß, daß ich belauert werde. Auch wenn ich nach bestem Wissen und Gewissen handle, ist es nicht möglich, NICHT nach meiner Behandlungsart zu agieren, was wieder heißt, daß ich möglicherweise wieder solche „Probleme“ hervorrufe und dem nun einfach aus dem Weg gehe. Zumal ja die eigentliche Problematik schon nach 2 oder 3 Behandlungen beseitigt war und ich daraufhin noch vorhandene begleitende Befunde aufarbeitete und Selbstübungen mitgab, um einen Rezidiv so lange wie möglich hinauszuzögern – der definitiv kommen wird, weil es ja viel einfacher ist, sich passiv richten zu lassen, aktiv werden mögen kostet ja mehr Kraft gegen den inneren Schweinehund. Man hat bei solchen Sachen das Gefühl, daß jemand einfach was sucht, an dem er seine Unzufriedenheit ablassen kann. Wenn einem selbst was passiert, muß man auf sich selbst böse sein oder kritisch beäugen – wenn einem ein anderer „Schaden“ zufügt, IST DER DRAN!!! Nö, hab ich keine Lust. Ich empfehle den Herrn beim nächsten Mal an meine Kollegin – und wenn ihm das nicht paßt, soller woanders hingehen. Da fehlts mir vielleicht an „Professionalität“, aber wegen nem blauen Fleck so ein Faß aufzumachen, entbehrt jeglicher Logik. Ich würde verstehen, wenn ich ihm den Arm abgerissen hätte oder innere Blutungen zugefügt.. Naja, man steckt nicht drin – fakt ist für mich, das Verhältnis hat einen Knacks bekommen, ich komm einfach nicht mehr ran – und für mich gehört ein respektables Patienten-Therapeuten-Verhältnis als Grundlage dazu. Persönlich gerichtete Voreingenommenheit macht den ersten Schritt schon zunichte. Die Frage ist jetzt, ob ich mich einschüchtern lasse und in Zukunft bei jedem Patienten stundenlange Vorgespräche führen muß oder meine bisherige Schiene weiterfahren kann. Aber wer kennt nicht so anfällige Bereiche für Hämatome wie Deltoideusansatz, laterale Schulterblattbereiche oder Oberschenkelinnenseiten? An anderen Stellen hab ich meines Wissens noch keine Blutergüsse gesetzt. Mensch, ich ärgere mich trotzdem.
Hab schon überlegt, daß ich über jegliche Nebenwirkungen eine Liste verfasse, wie bei den Medikamenten – und fakt ist, es wird so gut wie keiner lesen. Und wenn, wird wohl auch keiner mehr zur Physiotherapie gehen……………. Technorati-Tags: , , ,

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Nun gehts nich mehr böser, oder? Vor ein paar Wochen meldete mir meine Kollegin, daß ein Patient, der vor nem halben Jahr schonmal da war, in der Praxis aufgetaucht ist und meinte: „Ich glaub nicht, daß ich das jetzt sage, aber: Kann ich noch mal nen Termin bei dem Drachen haben?!“ Na super, das gab ein Gelächter. Inzwischen war der Herr da und wenige Minuten nach Behandlungsbeginn meinte er, er müsse seine Worte revidieren – ich wäre kein Drachen, sondern ein Monster! Aber im Anschluß daran sollte ich ihm doch bitte einen Stapel Visitenkarten geben; er habe wohl einige Leute, die er zu mir schicken wolle… Na ob das Günstlinge sind??? Da bin ich mir nicht wirklich sicher… ;-)Technorati-Tags: , , ,

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Ich habe letzte Woche einen Patienten zur letzten Behandlung des aktuellen Rezepts gehabt, hatte ihn von Kopf bis Fuß, von vorn und hinten und überhaupt an meiner Meinung nach jeder Stelle behandelt, die in irgendeiner Form myofaszial und funktionell mit seinen Handycaps zu tun haben könnte und landete wieder mal im Zwerchfellbereich.. Irgendwas müßte da ja sein. Es waren auch keine wirklich auffälligeren Befunde mehr zu finden. So ein Mist.. Fragte ich ihn (er ist übrigens auch Physiotherapeut), ob es nicht noch irgendwas gäbe, was er mir noch nicht erzählt habe.. Ob sich das Problem auch beim essen zeigen würde, oder dann, wenn er „überfressen“ hätte, daß es drückte oder so.. Er könnte doch ma vom Arzt überprüfen lassen, ob er ne Hernie im Zwerchfell hätte oder so. Auf einmal schießt sein Kopf rum und er fragte mich, ob das mein Ernst wäre – er hätte eine Hernie! Die wurde bei einer Magenspiegelung festgestellt. Jetzt hab ich mir echt ’nen Kopf gemacht, ob er mir das schon mal erzählt haben könnte, aber wir waren uns beide einig, daß das nicht der Fall wäre. Naja, war sicher Zufall – und Diagnosen darf ich ja nicht stellen, auch wenn diese schon gestellt worden ist. Oder so. *g  Also erarbeiten wir ihm jetzt einen Trainingsplan, wie er  am besten aus dieser Haltung so rauskommt, daß ihm die Hernie keine weiteren Probleme machen kann. Bin mal gespannt, ob wir in der Richtung weiter kommen. Wäre für mich mal ein Erfolg.. Das nächste Rezept hat er schon mitgebracht…

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