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Nix mehr Osteopathie..

Nur ganz kurz – weil ich gezwungen bin, mit meinem Abschluss „Osteopathische Befunderhebung und Therapie“ nicht den Eindruck zu machen, ich werbe um potenzielle „Kunden“ – ich habe ihn auch möglichst überall entfernt und falls irgendwo in Zusammenhang mit meinem Namen dieser Begriff fällt, nehme ich hiermit offiziell Abstand.. Laut einem aktuellen Urteil wissen wir nun, daß wir uns 5 Jahre beinah umsonst Zeit und Geld vom Munde abgespart haben und uns auf die Schulbank gesetzt haben, um unseren Patienten noch besser helfen zu können.. Wir, die keinen vollen Heilpraktikerabschluss haben und keine Ärzte sind, sondern nur eine minderwertige medizinische Ausbildung, dürfen zwar die Ausbildung machen oder gemacht haben, aber nichts davon anwenden. Ein Vollheilpraktiker, der ein oder 2 Wochenenden Schulung mit osteopathischen Techniken besucht hat, darf das. Ich möchte mich um Gottes Willen nicht mit einem Arzt auf eine Stufe stellen, aber wenn ein Arzt der Meinung war, ein Physiotherapeut könne ihm begleitend zuarbeiten, indem er ein Rezept für Osteopathie ausstelle und den Patienten weiterhin „überwachte“ in Bezug auf Therapiefortgang, weil er einfach selbst die Zeit nicht aufbringen könne, war das doch für alle Beteiligten ein positives Arrangement. Ich gebe zu, ich sehe den Primärzugang für Physiotherapeuten kritisch und möchte ihn für mich nicht haben, aber als Hand-in-Hand-Geschichte finde ich die Arzt-Physio-Patienten-Konstellation als sehr fruchtbar. Jedenfalls waren meine Erfahrungen bisher in dieser Richtung zufriedenstellend für alle Beteiligten. Nun beschränke ich mich eben wieder auf die uns zustehenden Heilmittel, mit denen natürlich auch einiges erreicht werden kann, aber der Wunsch nach Ganzheitlichkeit wieder einen Rückschritt machen muss. Zumal die meisten Ärzte zeitlich gar nicht in der Lage sind, den Patienten die Zeit zu bieten, die eine osteopathische Behandlung erfordert – das haben mir Ärzte, die Vertrauen in meine Arbeit haben, mir mitgeteilt. Ich bin froh, momentan das Ganze aus einer recht entspannten Lage zu betrachten, da ich mich in Elternzeit befinde und noch eine Weile sein werde – und habe ja damit Zeit, meinem Kopf eine Gehirnwäsche zu verpassen und möglichst viel von dem zu vergessen, was ich in den Jahren so alles mitgenommen habe… Auf jeden Fall lohnt es sich nicht mehr, zu meiner geliebten Praxis in der alten Heimat zu fahren, um den Patienten physikalisch in den Hintern zu treten, das hätte sich nur mit ein paar Rezepten Osteopathie lösen lassen, aber so muss ich wohl Abschied nehmen. Im Moment habe ich so gar keine Lust, überhaupt noch etwas in diesem Gesundheitssystem zu machen… Scheint man eine Hürde genommen zu haben, stellt sich die nächste ein… Und diese aktuelle hier bringt meine ganze Welt von individueller ganzheitlicher Betreuung zum Einsturz..

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Heute..

Meine Kollegin hat sich nach anderthalb Wochen schwerer Grippe wieder auf Arbeit eingefunden mit 70% Leistungsfähigkeit nach eigener Angabe. Und sie machte einen besseren Eindruck als ich vorher befürchtete.

Ich kenne das Gefühl ja, daß einem immer klar ist, daß die Terminlage einem immer im Nacken sitzt. Ist man krank, fallen Termine aus, auf die Patienten oft wochenlang gewartet haben – und diese müssen ja nachgeholt werden, was die Situation für neu eingereichte Rezepte wiederum erschwert. Das Problem potenziert sich somit. Die Folge ist, daß man sich möglicherweise gesundheitlich selbst ruiniert, weil man sich so wenig wie möglich Zeit zur Genesung lässt und schnellstens wieder Gewehr bei Fuß auf der Matte steht. Man schrubbt dann schnell wieder Überstunden, um die entgangenen Einnahmen zu kompensieren. Damit verpulvert man wieder überdurchschnittlich viel Energie und läuft sich aus.  Der Teufelskreis nimmt seinen Lauf..

Leider ist es so, daß diese Geschichten vermutlich jede Menge Selbständige in allen Berufsständen in solcher oder ähnlicher Form nachvollziehen können. Es ist sehr schwer, sich diesbezüglich selbst zu disziplinieren und zu organisieren, daß man sich eben nicht so schnell auslaugt und sein Immunsystem auf einem leistungsfähigen Niveau hält. Unvorhergesehene Dinge passieren natürlich auch, aber grundsätzlich muss jeder für einen guten Grundstein sorgen. Es ist einfach nicht immer einfach, „nein“ zu sagen, aber da wir auch nur 2 Hände haben und durch Selbstüberlastung die Qualität unserer Arbeit auf Dauer mindern. Einen guten Ruf zu erarbeiten, ist meiner Meinung nicht so schwer. Kunden/Klienten/Patienten sind relativ schnell zu begeistern – mehr oder weniger. Auf Dauer einen guten Ruf zu erhalten, ist viel schwerer; also habe ich mich gefälligst nicht auf ein paar Lobreden auszuruhen, sondern im Gegenteil meine Ar***backen zusammen zu kneifen und weiter die Augen offen zu halten und Routine zu vermeiden. Und das heißt eben auch, seinen allgemeinen Gesundheitszustand im Lot zu halten.

Mir ist auch bewusst geworden, daß die mir selbst auferlegte Praxisstundenbegrenzung im letzten Jahr ein guter Berater war. Ich habe der Familie versprochen, immer wenigstens zum Abendbrot zuhause zu sein und früh nicht vor den Kindern das Haus zu verlassen, was meine reine Arbeitszeit auf maximal 10 bzw. 11 Stunden (je nach Praxis) täglich von Mo bis Do begrenzte. Der Freitag war auf maximal 4 Praxisstunden  oder einen „Bürotag“ beschränkt. Vorher gab es eben auch 14-Stunden-Tage. Es ist auch putzig, wenn Patienten bei Terminanfragen so Bitten wie: „Aber für mich haben Sie doch noch einen?!“ vorbringen. Es gibt nun immer eine Warteliste, die möglichst nach Akutsituation geordnet ist und bei Absage abtelefoniert wird. Wenn jemand eine praktikablere Idee zur Terminplanung hat, habe ich für Hinweise gern ein offenes Ohr.

Eigentlich wollte ich ein paar nette lustige Episoden vom Stapel lassen, aber nun ist meine Energie alle und der erholsame Schlaf will sich meiner bemächtigen – und ich werde dem nachgeben. Hoffentlich kann ich die lange vernachlässigte Blog-Pflege mal wieder aufholen. In diesem Sinne: Gute Nacht!

einfach so..

Es war ein so schönes Frühlingswochenende.. Aus diesem Anlaß grüße ich einfach mal alle Patienten, Kollegen, Freunde und Bekannten..

Frühlingsduft
in der Luft.
Blümchen, die sprießen –
einfach zum Genießen.
Knospen, die platzen,
Vögelchen, die schwatzen.
Herzen, die sich sehnen
nach all dem Schönen.
Gewärmt von der Sonne,
entzückt und voll Wonne.
Hinaus, in das Meer von Licht –
Sonne streichelt das Gesicht.
Wie schön –
kannst Du es sehen?

Hirnfrost?

Vielleicht schlägt manchen Leuten das kalte Wetter auf die Gehirnzellen. Wenn den ganzen Tag Meldungen kommen von draußen und drinnen und überall, daß die Straßen eisglatt sind und man vorsichtig fahren soll, ist das ein Grund, gewisse fahrerische Vorsicht walten zu lassen. Für manche ist das nicht einmal eine Orientierung, die zu beherzigen man sich überlegen könnte. Weiterlesen »

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Bentwisch 2011

Wie auch anders sollte es sein, es waren einfach zu viele Varianten von Treff- und Startzeiten im Umlauf – hielten wir uns am Ende nun an keine einzige. Als Conny dann auch endlich die Papiere des Busses zur Hand hatte, konnte es nach einem Schlenkrich über Spremberg, wo wir den letzten Spieler abholten, auch endlich auf Kurs gehen. Conny, der Navigator, wollte uns scheinbar mit einer Deutschland-Rundfahrt überraschen und versuchte, uns über die A9 oder auch die A2 von der Umrundung Berlins in Richtung Rostock abzubringen. Weiterlesen »

Es ist eigentlich jedem bekannt, dass die körperliche Leistungsfähigkeit bei jedem mal ein Ende hat. Nun habe ich schon bei mehreren Kollegen, egal, ob selbständig oder nicht, erlebt, dass sich ein Zusammenbruch anbahnte und bei allen auch zum selben führte. Da ich auch schon einmal durch Beobachtung von betroffenen Personen und auch aus eigener Erfahrung kenne, wie sich die ersten Anzeichen entwickeln, mehr oder weniger stark ausprägen und zum Negativ-Erfolg führen oder man gerade noch, wie in meinem Fall, die Kurve kriegt und anfängt, ernsthaft über gewisse Änderungen des eigenen Lebensstils nachzudenken. Damals bin ich bis zu 60 Stunden malochen gegangen – die Büroarbeit nicht mitgerechnet. Man hat kaum noch Zeit zur Regeneration, Folgen (um nur einige zu nennen): Weiterlesen »