Ich würde ja gern mal ganz persönliche Erfahrungen von Osteopathieanwendungsopfern erfahren. Nachdem ich nun gesehen habe, wie unterschiedlich eigentlich die Therapeuten und Ärzte in den Kursen an diese Techniken rangehen, interessiert mich, wie das die entsprechenden Patienten/Klienten empfunden haben und was ihnen dabei besonders aufgefallen ist. Oder ist gar nichts aufgefallen? Gabs vorher Gespräche oder Informationsmaterial, Verträge zu unterschreiben? Wurde einfach lostherapiert oder wie wurde man drauf eingestellt, welche Fragen wurden gestellt? Es geht nicht um irgendeine subjektive Bewertung, nur um ganz allgemeines Empfinden um diese Therapieeinheit selbst. Wo wurde untersucht und behandelt? Klar möcht ich gern wissen, ob es was gebracht hat. Aber ich möchte weder Therapeutennamen, -orte, -praxen oder sonstwas haben. Es geht mir rein ums rangehen. Im Kurs werden ja Techniken abgearbeitet und entsprechen ja nicht dem, was man dann in der Praxis umsetzt. Es hat nichts mit “Diagnosen” zu tun, was dort getan wird; es geht einzig und allein um bestimmte Regionen (Thema des Kurses), die technisch aufgearbeitet werden, ohne den Menschen mit seinen Funktionsstörungen individuell zu behandeln. Danach neigt man ja dazu, diese Techniken vermehrt einzusetzen, aber ich möchte mich selbst davon distanzieren und gehe immer wieder auch auf andere Strukuren ein – hoffe ich.
Ich sage mal, ich sehe, spüre, höre die Befunde, aber ob ich sie in die richtigen Zusammenhänge bringe, weiß ich nicht. Obwohl ich ja eher sekundäres Behandlungsorgan bin, versuche ich trotzdem, so gut wie möglich auf das einzugehen, was mir am Menschen eben “geboten” wird.
Also bitte, ich wäre sehr dankbar, ein paar Dinge darüber zu lesen.
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Eins scheint sich aber wirklich rauszustellen: Osteopathie macht süchtig, wie mir scheint. Leute, die einmal Erfahrungen mit diesem Empfinden gemacht haben, wollen das wieder. Bzw. schwärmen sie von einer Leichtigkeit nach z. B. einer craniosacralen Behandlung, die ihresgleichen sucht.. Es gibt natürlich auch die Behandlungen, nach denen man erstmal “zu tun” hat. Wichtig ist, daß es nicht einfach verdammt wehtut, sondern es soll ein Gefühl herrschen, daß der Körper “arbeitet” und nach ein oder mehreren Tagen eine Verbesserung/Veränderung passiert. Wie auch immer, es sollte was passieren – eine Reaktion des Körpers ist der Hinweis für mich, daß ich an den ursächlichen Strukturen dran war. Null Reaktion heißt für mich: Ich war in der “falschen” Region und habe entweder oberflächlich befundet oder falsche Zusammenhänge hergestellt. Der Ansatz kann von überallher kommen und ich beeinflusse immer den ganzen Körper, aber wenn ich lang bestehende Störungen beseitigen will, muß ich ursächlich fündig werden.